Schreiben der Kleinen Kommision RRX


RRX – wie viel Macht haben die Bürger?

2174 Düsseldorfer haben einen Einwand eingereicht, trotzdem sind die meisten Stühle unbesetzt. Nur rund 60 Menschen sitzen verstreut in dem großen Saal in der Rheinterrasse, und mehr als die Hälfte ist beruflich da. Vielleicht 25 Bürger sind gekommen. Für die Gegner der RRX-Planung ist die Sache klar: Dienstag, 10 Uhr – da müssen die Leute zur Arbeit.

 

Eine andere mögliche Begründung ist noch trauriger: Vielleicht haben viele Einwender nicht das Gefühl, dass ihre Anwesenheit etwas ändern würde.

 

Dabei bewegt das Thema viele Anwohner: Für den RRX, den neuen Regionalzug, soll an der Nord-Süd-Bahnstrecke gebaut werden, vor allem für den Lärmschutz. In dem Abschnitt zwischen Wehrhahn und Reisholz, um den es heute geht, hat sich insbesondere rund um die Gustav-Poensgen-Straße in Friedrichstadt Widerstand gegen Baumfällungen und hohe Wände direkt vor den Häusern formiert.Heute, beim sogenannten Erörterungstermin, haben die Bürger das letzte Mal die Gelegenheit, ihre Bedenken vorzutragen. Der Termin ist vorgeschrieben, damit die Bahn bauen darf. Presse ist nicht zugelassen, nur Einwender dürfen teilnehmen – einer hat unseren Reporter zur Teilnahme an dem Termin bevollmächtigt.

 

Zum Artikel Rheinische Post - Ausgabe 27.09.2018

                                                                                                                                           Foto: Ingo Lammert- Düsseldorf


Pressemitteilung der Bürgerinitiative RRX.de


Zum heutigen Erörterungstermin PFA 2.1 RRX Düsseldorf-Reisholz - Düsseldorf-Wehrhahn
im Radschlägersaal der Rheinterrasse, Joseph-Beuys-Ufer 22, 40479 Düsseldorf

Die Sitzung stand von Beginn an unter keinem guten Stern, da die Herrin des Verfahrens RRX, die Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 25 (Verkehr), die Einladungen zum Termin am 25. Sept. am 13. September im Amtsblatt überhaupt erst bekannt gegeben hatte. Welcher Bürger liest schon täglich das Amtsblatt der Stadt ? Zur Kenntnis genommen hatten die 2400 Einwender (und nur diese waren für die Beteiligung zugelassen, weil die Erörterung streng abgeschirmt NICHT ÖFFENTLICH war. Die Presse war ausgeschlossen !!) durch ein Schreiben an die Einwender von der Deutschen Bahn, den Bauvorhabenträger. Dies hatte bereits zu großen Vorbehalten unter den Bürgern geführt, weil es alles nach einer "Show-veranstaltung" der DB aussah und nicht nach einer echten demokratischen Bürgerbeteiligung. Deshalb unser Eingangsstatement "Bürgerbeteiligung sieht anders aus !"

Zu der kurzen Vorbereitungszeit für die Bürger, lag der Termin auch noch an einem Wochentag mit Beginn am Morgen und einem Ansatz auf möglicherweise 3 ganze Tage. Da auch keine Tagesordnung vorlag, konnte auch niemand einschätzen, wann man dann den Bürger überhaupt gedachte, zu Wort kommen zu lassen.

Alle Versuche, die Veranstaltung so zu verlegen, daß der normal arbeitende Bürger auch an der Erörterung seiner Einwendung gegen die Planungen der Bahn teilnehmen konnte, schlugen fehl, da die Bahn die Verantwortung an die Bezirksregierung als offiziellem Einlader gab und diese erklärten, daß es nicht anders ginge, weil es eine Abstimmung zwischen Stadtverwaltung, Bez-reg. und Bahngegeben hatte. Nur an den Bürger und Anwohner hatte man nicht gedacht und an dessen Interesse im Verfahren. Der Antrag der BI zu Beginn der Tagesordnung auf Verlegung des Termins wurde also abgelehnt.

Die BI beantragte weiterhin festzustellen und im Protokoll festzuhalten, daß nur 25 Bürger anwesend wären, also von 2400 Einwendern nur 1 %. Dies sei das Fiasko, was die Bezirksregierung und die Bahn so dann auch selber zu verantworten habe. Unseren weiteren Antrag, die Tagesordnung dann so zu ändern, daß die Belange der Bürger in den Punkten der vorgegebenen TO ab Punkt 5 vorgezogen würden, hat man dann versucht zu beraten, sich intern  abzustimmen und unterbrach die Sitzung. Allein dieser kleine Umstand machte deutlich, daß es doch möglich war, das panzerhafte Konzept der Vorgaben zu unseren Gunsten ansatzweise zu beeinflussen. Herr Lorenz von der Stadt war einverstanden, seine Stellungnahmen im Schnellverfahren abzuhandeln, sodaß es möglich war, noch vor der Mittagspause doch noch in die Erörterung mit den Bürgern einzusteigen.

Das war auch der einzige Lichtblick, das Zusammenspiel zwischen Bürgerinitiative und Stadtverwaltung. Lange Zeit hatte es im Vorfeld so ausgesehen, als sei Herr Lorenz ein Vertreter der Deutschen Bahn. Nun aber hatte er in seinen Einwendungen aus der abgestimmten Verwaltung viele Punkte, die wir Bürger im letzten Jahr vorgebracht hatten und wir waren dankbar, daß die Stadt ihr "Silber" nicht einfach ohne Gegenwehr diesem großen Investor überläßt, sondern sich der Verantwortung gegenüber den Bürgern bewußt wird.

Alles Mißtrauen galt nunmehr der Deutschen Bahn, die ein insgesamt ausgesprochen mageres Bild abgaben, da es außer einem einzigen Zugeständnis auf Änderung mit der Fluchttreppe in der Gustav-Poensgen-Sttraße, KEINERLEI Kompromisse an die Bürger gab. Man wolle Vieles prüfen, Einiges sei noch in den Prüfungen, aber diese Ergebnisse lägen heute "LEIDER NOCH NICHT" vor. Nicht einmal eine Garantie für die bedeutesten Großbäume an der Gust.Poensg.Straße mit Umfängen von über 3,5 m wollte man aussprechen. Dies wertenten Stadt und Bürger als einen Skandal, nach über eineinhalb Jahren, KEINE Ergebnisse. Wofür dann diese Erörterung ? Nur um weiterhin die bisher bekannten Textbausteine der Bahn vorgestellt zu bekommen ?

Dafür war keiner wirklich gekommen.

So mußten die Bürger, die nach der Mittagspause nur noch 9 von 2400  Einwendern in ihren Reihen sahen, vortragen, was vorzutragen war und sich nach allen Regeln der Kunst mit einem Bauträger rumschlagen, der nichts anzubieten hatte, sondern sich nur noch beschwerte, hier so negativ dargestellt zu werden, als wäre alles "einzementiert" und um konstruktive Zusammenarbeit bat.

Unter Punkt Verschiedenes schlossen wir als Bürgerinitiative mit einem Lob an die Stadt und dem Angebot an die Bahn, ohne starres Beteiligungskonzept,  uns nach Eingang der Ergebnisse diese im Rahmen unserer Initiative doch mehreren Menschen vorzustellen, an einem Abendtermin und durch die Bahn mit uns organisiert, aber nur unter der Voraussetzung, daß es auch wirklich Positives zu berichten gäbe. Von Beschwichtigungen hätten wir schon lange genug.

Wir danken zudem der Initiative Angermund und dem Bürgerverein Oberbilk für die Unterstützung auf der Veranstaltung und auch den wenigen, aber  engagierten Bürgern, die vielleicht erstmals überhaupt in einem so großen Saal als" David gegen Goliath" antraten.

Wir hatten keine Chance, aber wir haben sie genutzt !

Dr. Dieter Sawalies, Sprecher der BI-RRX.de

 


Bürgerinitiative wehrt sich gegen „RRX-Monsterwand“ Stand: 25.09.2018- www.welt.de

Der Rhein-Ruhr-Express geht zum Jahresende auf die Schiene. Doch beim Ausbau der Infrastruktur gibt es in Düsseldorf massiven Widerstand. Denn für den Bau einer Schallschutzwand sollen alte Bäume gefällt werden. Nicht der einzige Streitpunkt.

Aus seiner Altbauwohnung im ersten Stock blickt Dieter Sawalies direkt auf die S-Bahn-Haltestelle Düsseldorf-Friedrichstadt. „Von den Zügen bekommen wir hier lärmmäßig gar nicht viel mit“, sagt der Psychotherapeut. Sawalies wohnt seit 1983 hier, damals wurden auch Fenster mit Schallschutz eingebaut.

 

Nun aber will die Deutsche Bahn für den neuen Rhein-Ruhr-Express (RRX) entlang der Gustav-Poensgen-Straße eine zehn Meter hohe Wand errichten. „Ich brauche diese Wand nicht, und die Wohnungen weiter oben profitieren überhaupt nicht davon“, sagt Sawalies, der Sprecher einer Bürgerinitiative gegen die sogenannte „Monsterwand“ ist. Die Initiative hat rund 2000 Einwendungen gegen den Bau des Planfeststellungsabschnittes zwischen Düsseldorf-Wehrhahn und Düsseldorf-Eller-Süd gesammelt, es geht ihr aber vor allem um die drohende Fällung alter Platanen am Bahndamm. Insgesamt gibt es laut Bahn auf dem Abschnitt knapp 2200 Einwendungen gegen den RRX-Ausbau.

Die ersten Schnellzüge werden von Dezember an als Regionalexpress RE 11 zwischen Düsseldorf und Kassel unterwegs sein. In Dortmund wurde gerade ein neues Zugdepot eingeweiht, in dem Siemens die Fahrzeuge warten soll. Die Politik preist die 82 modernen und komfortablen Züge als Alternative zu den chronisch verstopften NRW-Autobahnen. Mithilfe des RRX, so die Hoffnung, werden endlich mehr Menschen von der Straße auf die Schiene umsteigen. Doch damit der Zug auch Fahrt aufnehmen kann, muss auf der 120 Kilometer langen Kernstrecke zwischen Köln und Dortmund noch einiges an Infrastruktur gebaut werden.

 


Dienstag, 25.09.2018 ist der Erörterungstermin

Einlass ab 9:00 / Beginn 10:00 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren der Kleinen Kommission RRX,

„Da trauen wir Stadt und Bahn inzwischen keinen Zentimeter mehr über den Weg" …

… die Welt am Sonntag berichtete am Wochenende ausführlich über den massiven Schienenausbau in Düsseldorf - auch für den RRX. Ein Aktiver in Düsseldorf-Friedrichstadt bringt es auf den Punkt: Das Vertrauen vieler Anrainer gegenüber den Entscheidern der Deutschen Bahn und der Stadtverwaltung ist nicht mehr gegeben.

Warum gibt es nach Stuttgart 21, BER, Elbvertiefung, Ausbau Hamburg-Altona etc. eigentlich kein Umdenken? 
Warum gibt es für den RRX in Düsseldorf scheinbar keinen Ehrgeiz gemeinsam mit den Menschen vor Ort nachhaltig und verträglich auszubauen?

Es ist schade, dass ein solch wichtiges Projekt wie der RRX ganz offensichtlich wieder einmal an der betroffenen Bevölkerung vorbei, durchgezogen werden soll. 
Anders ist u.a. der erneut kurzfristig kommunizierte Erörterungstermin (vgl. Unterrath) nächsten Dienstag für uns nicht zu erklären. 

Während nämlich auf die sog. "Träger öffentlicher Belange" (das sind z.B die Stadt Düsseldorf, der Landschaftsverband, Telekommunikationsunternehmen etc.)in der Datumswahl sehr wohl Rücksicht genommen wurde, damit diese in der Arbeitszeit teilnehmen können, wird von betroffenen Bürgern verlangt, dass sie alles stehen und liegen lassen, Urlaub nehmen, um überhaupt dabei sein zu können. 

Ein Unding. 

Bei weit mehr als 2000 Einwendungen nur in diesem Düsseldorfer Abschnitt in der Innenstadt muss es sehr wohl möglich sein, die Menschen beim wichtigen Erörterungstermin umfangreich einzubeziehen. Sonst entsteht der sehr fade Eindruck, dass man uns in den vorangegangenen sog. Bürgerinformationsveranstaltungen der DB Netz AG, die Möglichkeit zur Beteiligung in der Erörterung nur weisgemacht hat.


RRX-Kritiker bekommen in Düsseldorf das Wort-


Kritiker des Rhein-Ruhr-Express (RRX) können am Dienstag (25.09.2018) auf einem Erörterungstermin in Düsseldorf ihre Einwände vortragen. Die Züge sollen laut Bahn von 2030 an täglich rund 24.000 Pkw-Fahrten überflüssig machen. Heute geht es um den Ausbau des Abschnitts zwischen Düsseldorf-Wehrhahn und Reisholz.

  • Einwände können persönlich erläutert werden
  • Sorge um Baulärm und Baumfällungen
  • Kritik am Erörterungstermin für RRX in Düsseldorf

 


Erklärung und Einschätzung der Bürgerinitiative "BI-RRX.de" vor dem Erörterungstermin

 

Als nächsten Schritt im Verlauf dieses Planstellungsverfahrens findet  Dienstag , den 25.09.2018 - um 10:00 Uhr- in der Rheinterasse, Joseph-Beuys-Ufer 33, 40479 Düsseldorf der Erörterungstermin statt. Der Erörterungstermin ist nicht öffentlich. Es bekommen nur die angeschriebenen Personen MIT Personalausweis Einlaß. Aber, man kann eine Person seines Vertrauens eine schriftliche Vertretungsvollmacht (Kopie des eigenen Personalausweises) mitgeben.

     

Die Sprechergruppe der Bürgerinitiative BI-RRX.de wurde um eine Einschätzung gebeten. Hier unsere erste Einschätzung:


Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens ist die DB als Vorhabenträgerin verpflichtet, jeden persönlich formulierten Einwand einzeln und personifiziert zu beantworten. Am 07.09.18 ist die Bahn dem nun nachgekommen und hat auf alle Stellungnahmen/ Einwände geantwortet.
Auch wir und unsere Nachbarschaft hat gestern die Erwiderung von Seiten der DB erhalten. Dabei greifen die Verfasser bei allen Einzelthemen auf vorgefertigte Textbausteine zurück, also im Prinzip ein Stück weit so, wie das auch bei zahlreichen Einwänden der Bürger praktiziert wurde. Anders ist dies aufgrund der enorm hohen Anzahl der eingegangenen Einwände (über 2.400) verwaltungstechnisch ja auch gar nicht zu bewerkstelligen.

 

 


Die bei uns persönlich eingegangenen Erwiderungen (siehe unten) sehen demnach also recht ähnlich aus. Sie sind mit 22 Seiten etwas länger, weil einige unserer Einwände länger waren und formal nun versucht wird (versucht werden muss), möglichst auf jeden Punkt einzugehen.

 

 

Zum Inhalt:
Unterm Strich kann man aus unserer Sicht festhalten, dass sich die Bahn bei Ihren Vorhaben inhaltlich nahezu nicht bewegt hat. Außer der veränderten Anordnung einer Fluchttreppe hat sich an der Planung überhaupt nichts geändert.
Es werden / wurden keinerlei Kompromissvorschläge gemacht. Inhaltlich wird auf die Einwände nicht in der angemessenen Tiefe / Form eingegangen, das betrifft insbesondere auch die vorgetragenen fachlichen Einwände. Es wird meist wortgleich auf die gleichen Argumentationen zurückgegriffen wie vor dem Anhörungsverfahren.

Dies war natürlich auf eine Art zu erwarten, aber das sich die Bahn auch bezüglich der zwischenzeitlich in der Presse bekundeten Absichten gar nicht bewegt, ist schon auffallend. Dazu drei Beispiele:

- Baumerhalt: In der Presse hatte die Bahn ja zwischenzeitlich angekündigt, ALLE Bäume entlang der Gustav-Poensgen-Straße zu erhalten. In der Erwiderung ist davon nicht die Rede, im Gegenteil, die Bahn behält sich weiter vor im IHRES Baumerhaltungsmanagements im Einzelfall zu prüfen. Faktisch kann die Bahn damit jeden „störenden“ Baum fällen und durch eine kleinen neu Gepflanzten ersetzten.
- Verortung der Schallschutzwand:Die Bahn hatte angekündigt, dass sie nochmals überprüfen wird, ob im Bereich unseres Strassenabschnittes die Wand auf dem bestehenden Damm verortet und befestigt werden kann. Hier befindet sich ja der seit langem stillgelegte und nicht mehr genutzte Gleisabschnitt (Abstellgleis). Hierbei wird aber nun weiterhin pauschal darauf verwiesen, dass dies statisch nicht möglich sei. Wir denken nicht, dass in der Zwischenzeit hier neue Untersuchungen vorgenommen worden sind. Dies gilt es nun abzufragen.
- Art der Ausführung und technische Alternativen: Zunächst wiederholt die Vorhabenträgerin, dass die Art der Ausführung nicht Gegenstand des Planfeststellungverfahrens ist, sich jedoch der Bedeutung der städtebaulichen Gestaltung bewusst sei und alle möglichen, verbessernden gestalterischen Mittel aufgreifen und nutzen will. An anderer Stelle weist sie aber in den Erwiderungen darauf hin, dass alle Alternativen bereits im Vorfeld untersucht wurden und, dass es derzeit auf dem Markt keine transparenten, hochabsorbierende Wänden gibt, die für den Bahnverkehr zugelassenen sind. Alles bleibt somit also auf dem Stand wie vor dem Anhörungsverfahren.

Fazit:
Wie ja zu erwarteten war, wird sich die Bahn durch die zahlreichen eingegangenen Einwände bei der fortführenden Planung in keiner Weise beirren lassen, vor allem dann nicht, wenn damit negative zeitliche und / oder wirtschaftliche Auswirkungen verbunden sind. Dennoch sollten wir uns als Bürger*innen und Anwohner*innen nicht davon abbringen lassen weiter zu mobilisieren und zu versuchen, insbesondere über die politische Ebene, weiter Druck auf die Vorhabenträgerin auszuüben. Nur so wird man ggf. noch geringfügige Verbesserungen erzielen können. Die Bürgerinitiative wird sich dahingehend sicher wieder neu aufstellen und aktiv werden, je nach Verlauf dieser Veranstaltung und dessen, was man uns präsentieren wird.

Mit nachbarschaftlichen und solidarischen Grüßen

 

Schreiben der DB.      Bitte anklicken!

 

 




PRESSE

 


Haus und Grund - Oktober 2017
Haus und Grund - Oktober 2017

Bilker Bote 08/2017
Bilker Bote 08/2017

Westdeutsche Zeitung 21.09.2017
Westdeutsche Zeitung 21.09.2017

Rheinische Post 21.09.2017
Rheinische Post 21.09.2017

Rheinische Post 19.09.2017
Rheinische Post 19.09.2017



> Infostand – letzter Termin!
Samstag, 19.August, 10-12 Uhr Fürstenplatz.

> Nächste Versammlung:
Sonntag, 2o.August , 15 Uhr
Antoniushof Fürstenplatz

 

Unterstützer tragen sich bitte in unseren Verteiler ein (siehe unten) und finden hier weitere Anlaufstellen und Informationsquellen der
Bürgerinitiative RRX:
Facebook: fb.com/birrx
Web: bi-rrx.de
E-Mail: dsawalies@web.de

 

Bürgerinitiative RRX gegen die RRX-Monsterwand:

Die Bürgerinitiative RRX kämpft für über 100 Bäume und gegen die RRX-Monsterwand von 10,50 Meter Höhe (zehn Meter fünfzig - kein Tippfehler).
Im Rahmen des Ausbaus des RRX plant die Deutsche Bahn auch das Fällen von  schönen, großen Platanen in der Gustav-Poensgen-Straße, und am Bahndamm Volksgarten, die auf städtischem Gelände stehen (...)

Wir sind auch für Lärmschutz, aber gegen diese Pläne der Bahn. Wir fordern alternative Lärmschutzmaßnahmen, die additiv mehr bringen, an der Quelle des Lärms, den entsprechenden Gleisen ansetzt und andere Schutzgüter, wie Fauna und Flora, das Stadtbild, Klima und Boden berücksichtigt. Unter allen Umständen kämpfen wir um den Erhalt unserer Bäume, die für unsere Wohn-und Lebensqualität unersetzbar sind.
zur Presseerklärung
hier klicken

 

Du möchtest Dich für den Erhalt von 100 Bäumen engagieren, möchtest frische Luft atmen und nicht zum wirtschaftlichen Vorteil der DB Nachteile in Kauf nehmen?


Mach' mit und engagiere Dich jetzt in der Auseinandersetzung mit der Politik für unsere Ziele.

 

1536 Mitbürgerinnen und Mitbürger haben sich im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens mit ihren Einwendungen über die Bürgerinitiative an die Bezirksregierung Düsseldorf gewandt.

Die Frist der Einwendungen ist bereits abgelaufen. Jetzt ist die Politik am Zuge, um zu zeigen, daß sie in der Lage ist, unsere Interessen als Stadtbewohner*innen wahrzunehmen oder ob sie alles widerspruchslos hinnimmt, was man von der Bahn in Berlin diktiert.

 

Schreibe einen Brief an Deine Politiker und sorge dafür, daß man sich um Dein Lebensumfeld einsetzt !

 


Gute Gründe gegen die RRX-Monsterwand:

1. Verstärkung der negativen Folgen des Klimawandels

2. Verschlechterung der Luftqualität der Stadt – mit massiven negativen Folgen für die Gesundheit der BewohnerInnen

3. Entwertung von städtischem Erscheinungsbild, Immobilienwerten, Kultur und Tourismus – Stichworte: „Monstermauer“, „Ghetto“, u.s.w.

4. Baumverlust bedeutet Verlust einer Filterung und Kühlung unsere Atemluft und bedeutet Verlust von Vögeln und anderen Tieren.

5. Flächenversiegelung befördert thermisches Aufheizen des Bodens und vermindert die Aufnahme von Regenwasser.

6. Acht Meter Mauerhöhe (Sockel + Wand) bewirkt Verdunkelung und optische Verödung.

7. Hitzebelastung durch Abstrahlung gespeicherter (Wand-)Wärme in das städtische Umfeld.

8. Feinstaubbelastung: Eine insges. 10 km lange Wand verhindert die Luftzirkulation. Es entsteht ein Wärme-, Feinstaub- und Stickoxid-Stau.

9. Lärmbelastung, da die vorgesehenen Wände nur eine eingeschränkte Wirkung bieten, Wohnungen ab dem 2. OG nicht profitieren.

10. Fehlende Transparenz: Das Bauvorhaben ist nicht „alternativlos“! Eine Prüfung technisch-ökologischer Alternativen ist unabdingbar!

 

 

 

Pressemitteilung der Baumschutzgruppe und der Bürgerinitiative "BI-RRX.de" vor dem "Erörterungstermin am Di., 25. Sept. 2018.

"Mit der Errichtung einer 10,50 m hohen Lärmschutzwand im Rahmen der Baumaßnahmen des Rhein-Ruhr-Express (RRX) sind mindestens 55 alte Platanen allein an der Gustav-Poensgen-Str. in ihrem Erhalt massiv gefährdet, da tief in den Boden reichende Stützpfeiler der geplanten Wand das Wurzelwerk zerstören würden. Ein Vielfaches an Bäumen (die genaue Zahl konnte bedauerlicherweise durch die Bahn auf der Informationsveranstaltung nicht benannt werden) wird im Bereich des Volksgartens und auf der anderen Seite der Bahngleise an der Arminstr. fallen. Da diese insgesamt 10 km lange und 10,50 m hohe Lärmschutzwand offensichtlich durch das ganze Stadtgebiet gehen soll, auch durch den Volksgarten, fordern wir, zudem insbesondere bezüglich der geplanten Gleiserweiterung um 6 m durch das Naherholungsgebiet Volksgarten, so baumerhaltend wie möglich vorzugehen und zudem keinesfalls für einen etwaigen Arbeitsstreifen zur Lagerung oder als Baustellenzufahrt Bäume zu fällen.   Wir warten immer noch auf eine Mitteilung, wie viele Bäume für das Gleis im Volksgarten betroffen wären und wo und in welcher Größenordnung hier Ersatzpflanzungen vorgenommen würden.   Wir fordern die Prüfung von Alternativen: zum einen in Bezug auf den Standort der Lärmschutzwand, denn die größte Lärmminderung wird dort erreicht, wo der Lärm entsteht und nicht etwa 80 Meter oder 100 Meter entfernt. Anstatt also eine Wand direkt an der Gustav-Poensgen-Str. zu errichten, könnte sie in viel größerer Nähe zum neugebauten Gleis entstehen. Direkt an der Straße brächte sie nämlich nur den Erdgeschosswohnungen und den 1. Etagen Lärmschutz, dies aber auf Kosten von Verschattung und eben einhergehend mit einem massiven Baumverlust. Die Anwohner würden damit einen erheblichen Eingriff in ihre Lebensqualität, Eigentümer in den Zeitwert ihrer Immobilien, erleiden. Zudem würde in den 2., 3. und 4. und Dach-Etagen die Geräuschbelastung unverändert bleiben und passive Lärmschutzfenster würden benötigt werden. Darüber hinaus besteht die bislang weder seitens der Stadt noch seitens der Bahn beantwortete Frage, warum kein passiver Lärmschutz durch Schallschutzfenster möglich sein soll, wenn doch andererseits am Konrad-Adenauer-Platz der neu zu gestaltende Platz mauerfrei bleiben soll, angeblich weil die Investoren sonst abgesprungen wären. Es wurde von Seiten der Stadt bereits zugesagt, hier auf eine Lärmschutzwand zu verzichten.   Mit der Bereitschaft zu passivem Lärmschutz durch den Einbau entsprechender Fenster könnten umweltfreundliche Varianten umgesetzt werden und zwar für alle. Von der Deutschen Bahn angesprochene Ausgleichspflanzungen an anderer Stelle würden keinesfalls die Folgen des Baumverlusts im Stadtgebiet ersetzen. Zudem fordern wir transparente Zahlen dazu, wie viele Bäume im gesamten Stadtgebiet betroffen sein sollen.   Bedenken Sie zudem die umweltpolitischen Herausforderungen und Dringlichkeiten: Erst kürzlich hat das VG Düsseldorf mit Urteil vom 13.09.2016 einer Klage der deutschen Umwelthilfe (DHU) gegen das Land Nordrhein-Westfalen wegen Überschreitung der Luftqualitätswerte in der Landeshauptstadt Düsseldorf stattgegeben (Az. 3K 7695/15). Aufgrund dieser Entscheidung ist die Bezirksregierung Düsseldorf zur Nachbesserung des Lufthalteplans Düsseldorf verpflichtet. Darin müssen demnach die erforderlichen Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung des Grenzwertes für das gesundheitsschädliche Stickstoffoxid in Düsseldorf enthalten sein.   Unter diesen Voraussetzungen bedarf es bei dem Planfeststellungsverfahren eines verantwortungsvollen Gesamtblicks auf die Situation über rein bauliche Fragen hinaus und dementsprechender Umsetzungen im Sinne des Umweltschutzes, des Gemeinwohls und des Baumschutzes.